Mein Weg zur Reisefotografie

Mit 12 Jahren bekam ich anstatt der gewünschten Agfa-Box eine Dacora Digna geschenkt also eine richtige Rollfilm-Kamera mit f 4,5 und Verschluss 1/25 – 1/200. Die Dunkelkammer Technik lernte ich später in der Schul-AG kennen, wodurch der Religionsunterricht häufig geschwänzt werden mußte.

Jahre danach kam der Wechsel zum KB Format mit einer rein manuellen Praktica Spiegelreflex. Beim “Deutschen Gewerkschaftbund” in der Nähe zum Wittenberplatz in Berlin konte ich eine Dunkel- kammer mitbenutzen.

Irgendwann war ich es Leid, den Negativstaub auf den Vergrößerungen retuschieren zu müssen und wechselte vom KB-Format zum 6×6 Mittelformat. Eine PRAKTISIX war finanzierbar, denn eine Hasselblad blieb ein Traum.

Mit den beruflich bedingten Reisen durch Europa verbanden sich die Fotografie mit dem Reisen. Einmal jährlich zum Weihnachtsurlaub entwickelte ich die Jahresausbeute bei der “Siemens Fotogruppe” in Berlin und nahm auch erfolgreich an Landesfotoschauen teil.

Irgendwann wechselte ich von der sogenannten Kunstfotografie zur Knipserei mit einer Polaroid SX70 und trennte mich von der PRAKTISIX.

In den folgenden Jahren begleiteten mich die unterscheidlichsten KB Sucherkameras auf meinen Reisen; endlich keine Schlepperei mehr mit dem Equipment und ich wechselte zur Farbfotografie, die Panscherei in der Dunkelkammer fand so ihr Ende.

Jahrzehnte danach, die digitale Kameratechnik hatte mittlerweile eine gute Qualität erreicht und der komplette Fotoprozess hatte sich erheblich vereinfacht. Ich beendete meine Berufstätigkeit und hatte nun viel Zeit für meine Reisefotografie.

 

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